FeTZ – Hintergrund und Ziele

Man weiß heute, dass der Mehrzahl schizophrener Erkrankungen oftmals ein mehrjähriges Frühstadium vorausgeht. Beeinträchtigungen der sozialen Kompetenz und der beruflichen Leistungsfähigkeit stehen bereits im Frühverlauf der Erkrankung im Vordergrund der ersten Krankheitsmanifestationen und können zu drastischem Verlust an Lebensqualität führen. Das frühzeitige Erkennen der Erkrankung und eine zeitnahe Vermittlung in eine geeignete psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung trägt wesentlich dazu bei, den Ausbruch der Erkrankung abzuwenden oder abzumildern und so frühzeitig gravierenden sozialen und beruflichen Krankheitsfolgen vorzubeugen.

 Auf dieser Erkenntnis aufbauend entstanden seit Ende der 1990er Jahre weltweit die ersten Früherkennungs- und Therapiezentren für psychotische Erkrankungen. Auch an allen großen psychiatrischen Kliniken in Deutschland gibt es heute mittlerweile über zwanzig solcher spezialisierter Zentren. 

An der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité am Campus Mitte in Berlin  wurde 2002 das Früherkennungs- und Therapiezentrum für beginnende psychotische Erkrankungen Berlin Brandenburg gegründet und steht als Zentrum für Beratung, Diagnostik, Therapie und Forschung Betroffenen, deren Angehörigen und allen Interessierten offen.

 Unsere Ziele sind die Information, Aufklärung und Beratung für Betroffene und deren Angehörige, die rechtzeitige Erkennung eines erhöhten Risikos für psychotische Krankheiten und deren Frühzeichen sowie Unterstützung bei der Vermittlung von geeigneter Hilfe und Behandlung. Dadurch soll eine deutliche Verbesserung der Prognose und somit die Verhinderung eines schwerwiegenden Krankheitsverlaufs durch rechtzeitige Hilfe und Therapie erreicht werden.